Denn auf der Station habe ich jeden Tag gesehen, wie sehr Frauen eigentlich stillen möchten und wie oft es trotzdem nicht klappt.
Nicht, weil ihr Körper versagt. Sondern weil Zeit fehlt. Wissen fehlt. Ruhe fehlt. Und vor allem echte Begleitung fehlt.
Ich war oft alleine im Dienst, bin stundenlang zwischen Aufnahmen, Entlassungen, Blutabnahmen und Visiten gelaufen und hatte manchmal nicht einmal Zeit, selbst einen Schluck Wasser zu trinken.
Ich hatte zwar meine teure Zusatzausbildung und trotzdem blieb mir nicht die Zeit, mich 20 Minuten ruhig zu einer Mama zu setzen und ihr das Stillen wirklich richtig zu zeigen.