Krankenschwester, Stillberaterin und bald dreifache Mama.

Meine Liebe zum Thema Geburt, Babys und Stillen hat schon sehr früh begonnen. Es war immer mein Traum, auf einer Geburtenstation zu arbeiten.

Als ich dann im Krankenhaus angekommen bin, kam allerdings ziemlich schnell der Realitätsschock.

Dass Stillberatung nicht einfach nur „Anlegen zeigen“ ist, sondern unglaublich viel fachliches Wissen braucht, habe ich dort sehr schnell verstanden.

Deshalb habe ich mir aus eigener Motivation heraus die Ausbildung zur IBCLC Stillberaterin selbst finanziert, weil ich Frauen wirklich gut begleiten wollte, nicht nur oberflächlich und zwischen Tür und Angel.

Denn auf der Station habe ich jeden Tag gesehen, wie sehr Frauen eigentlich stillen möchten und wie oft es trotzdem nicht klappt.

Nicht, weil ihr Körper versagt. Sondern weil Zeit fehlt. Wissen fehlt. Ruhe fehlt. Und vor allem echte Begleitung fehlt.

Ich war oft alleine im Dienst, bin stundenlang zwischen Aufnahmen, Entlassungen, Blutabnahmen und Visiten gelaufen und hatte manchmal nicht einmal Zeit, selbst einen Schluck Wasser zu trinken.

Ich hatte zwar meine teure Zusatzausbildung und trotzdem blieb mir nicht die Zeit, mich 20 Minuten ruhig zu einer Mama zu setzen und ihr das Stillen wirklich richtig zu zeigen.

Genau das war

mein Wendepunkt.

Mir wurde klar, dass ich Frauen anders begleiten möchte. Nicht unter Zeitdruck. Nicht zwischen drei Patientenglocken und einer Visite.

Deshalb startet meine Arbeit heute meistens schon in der Schwangerschaft und begleitet viele Frauen durch das gesamte Wochenbett und oft noch lange darüber hinaus.

Und dass meine Tochter ihre Puppe inzwischen ganz professionell alle drei Stunden stillt, zeigt wahrscheinlich ziemlich gut, wie sehr dieses Thema bei uns einfach zum Alltag dazugehört.

Wer bin ich

sonst noch?

Ich lebe mit meiner Familie mitten im Grünen in Oberösterreich. Wir renovieren gerade unser Haus selbst, bauen Gemüse an, backen unser Brot und machen vieles einfach im DIY-Stil.

Zwischen Hühnern, Garten, Familienalltag und lautem Gitarrenspielen am Abend entsteht genau das Leben, das ich liebe — echt, natürlich und manchmal wunderbar chaotisch.